Faktencheck

Erst unsere Jobs,
dann eure Profite!

IG Metall, 01.05.2026

Fakt ist: 42 % der M+E-Unternehmen haben 2025 fast gar keinen Gewinn gemacht oder sogar Verluste geschrieben. Und andersherum wird ein Schuh draus: Nur mit auskömmlichen Gewinnen können Unternehmen in zukunftsfeste und sichere Jobs investieren.

Allgemein sind Standortkosten ein Problem. Dazu gehören beispielsweise Energiepreise,
aber nicht die Arbeitskosten.

Barbara Resch, Bezirksleiterin Baden-Württemberg der IG Metall, 19.07.2026

Fakt ist: Auf die Arbeitskosten entfällt fast ein Drittel der Gesamtkosten für die Unternehmen. Insgesamt sind es die großen Vier, die in der Summe unseren Industriestandort ins Hintertreffen geraten lassen: Energiekosten, Steuern und Abgaben, Bürokratie – und eben auch die Arbeitskosten! Wer ein Drittel der Gesamtkosten als nicht relevant verdrängt, betreibt Realitätsverweigerung.

Die Arbeitgeber missbrauchen die Krise,
um Tabula rasa zu machen.

Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, 28.07.2026

Fakt ist: Die Arbeitgeber versuchen derzeit alles, um ihre Beschäftigten zu halten, obwohl 2026 voraussichtlich das dritte Rezessionsjahr für M+E in Folge sein wird. Vergleicht man den Rückgang von Produktion und Beschäftigung, gibt es aktuell sogar einen Personalüberhang von rund 300.000 Beschäftigten. Im Übrigen kennt die IG Metall die Bücher selbst genau: Sie sitzt in den Aufsichtsräten und hat die Entwicklung der von der Krise betroffenen Unternehmen eng mitgestaltet.

Die Krise der deutschen Automobilindustrie ist zu großen Teilen hausgemacht, weil die Vorstände der Autokonzerne reihenweise
falsche Entscheidungen getroffen haben.

IG Metall, 11.08.2026

Fakt ist: Seit 2015 sind die Arbeitskosten um 41 % und die Tarifentgelte um 30 % gestiegen. Die Produktivität konnte mit 17 % aber bei Weitem nicht mithalten. Die deutsche Automobilindustrie ist nach wie vor international absolut wettbewerbsfähig – aber nicht mehr am Standort Deutschland. Das muss sich wieder ändern.

Leute rauszuschmeißen, ganze Regionen in Deutschland verarmen zu lassen, industrielle Strukturen mutwillig zu zerstören, ist auch
kein Plan für die Zukunft.

Christiane Benner, Erste Vorsitzende der IG Metall, 23.08.2026

Fakt ist: Kein Unternehmer in Deutschland gibt leichtfertig Standorte auf oder entlässt seine Mitarbeiter. Das müsste die IG Metall eigentlich besser wissen. Anstelle von Vorwürfen muss jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung der Tarifpartner gelingen, um die Kosten zu senken und damit den Standort zu retten.

Wer jetzt glaubt, die Zukunft der Industrie lasse sich durch längere Arbeitszeiten, Standortabbau und
Druck auf die Beschäftigten sichern, irrt.

Barbara Resch, Bezirksleiterin Baden-Württemberg der IG Metall, Juli 2026

Fakt ist: Die Arbeitskosten in der Metall- und Elektro-Industrie am Standort Deutschland sind insgesamt zu hoch und lassen sich im internationalen Wettbewerb nicht mehr verdienen. Deshalb müssen die Unternehmen die Möglichkeit erhalten, den immensen Kostendruck zu senken.

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